Ein Großteil der Versicherer bietet seinen Kunden mittlerweile Apps und Webportale an, um eine digitale Dokumentenabgabe zu ermöglichen. Das Problem: Viele Bilder sind von schlechter Qualität und müssen manuell nachbearbeitet werden. Scanbot, ein deutsches Scale-Up, das 2011 gegründet wurde und sich seit 2017 auf Scanning-Anwendungsfälle spezialisiert hat, hat hierfür ein sogenanntes SDK entwickelt. Der Versicherer kann dieses einfach in seine App integrieren und damit deutlich bessere Texterkennungsquoten erreichen könne, erklärt Christoph Wagner. Der Scanbot-CEO spricht von einer um 20 bis 25 % erhöhten OCR-Genauigkeit. Bei Millionen von eingereichten Dokumenten jedes Jahr mache das „massiv etwas aus“, meint Wagner.
Das Scanbot SDK sei bei über 200 Unternehmen weltweit im Einsatz. Als Vorteile für die Unternehmen nennt er die Themen Kosteneinsparung, automatisierte Klassifizierung von Dokumenten sowie das Anstoßen von unternehmensinternen Folgeprozessen. Zudem würde der Kunde heutzutage auch einfach eine bestimmte User-Experience erwarten. Insbesondere junge Leute würden über kein Fax oder externes Scangerät mehr verfügen. Als Beleg für die Wichtigkeit einer positiven Nutzererfahrung nennt Christoph Wagner Studien, die den Einfluss einer negativen User-Experience auf die Wechselbereitschaft zu einem anderen Versicherer nachweisen. Versicherungswechsel seien heute zudem einfacher als früher. Ohnehin sei die Interaktion zwischen Kunde und Versicherung eine seltsame, meint Wagner. Nur im Schadens- oder Krankheitsfall habe man überhaupt miteinander zu tun. Umso wichtiger sei eine reibungslose und angenehme User-Experience.
Auf die Zahl der möglichen Anwendungsfelder angesprochen, antwortet Wagner: fast unendlich – angefangen beim Gesundheitssektor über die Logistikbranche bis hin zum Versicherungsmakler, der Dokumente beim Kunden zuhause über die App einscannt und sich so das lästige Eintippen der Daten auf dem Tablet erspare. Für Scanbot SDK spreche zudem die schnelle Integrationszeit von durchschnittlich drei Tagen bis zum ersten Test. Der Code ließe sich nicht nur für die üblichen Smartphone-Systeme integrieren, sondern auch auf Webportalen einsetzen, die sich zunehmender Beliebtheit bei Versicherern erfreuen, erklärt Christoph Wagner.
Über den Digital Insurance Podcast
Seit April 2020 veröffentlicht Jonas Piela regelmäßig Gespräche zur digitalen Transformation mit Vorständen und Managern der Versicherungswirtschaft. Sein Ziel ist, dass seine Zuhörer einem lockeren Gespräch unter Gleichgesinnten lauschen und so Ideen und Anregungen für die eigene Arbeit mitnehmen. Zu finden ist der Podcast unter anderem bei Google, Apple und Spotify sowie unter https://pielaco.com/podcast> und https://dkm365.de/.
Source: ImmoCompact
