Seit Jahresbeginn sind die Bauzinsen deutlich gestiegen. Auch im Mai haben sich Immobilienkredite abermals verteuert. Von Januar bis Anfang Juni haben die Zinsen für zehnjährige Immobiliendarlehen von rund 1% Prozent auf rund 2,8% zugelegt. Doch die Geschwindigkeit, mit der die Konditionen gestiegen sind, hat sich zuletzt verlangsamt.
„Die aktuelle Seitwärtsbewegung bei den Bauzinsen seit Mitte Mai zeigt, dass sich der seit Jahresbeginn rasante Anstieg etwas entschleunigt“, erklärt Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft beim Vermittler privater Baufinanzierungen Interhyp.
Von der Europäischen Zentralbank (EZB) werden bald neue Aussagen zu Zinsschritten erwartet. Die Zinswende scheint auch im Euroraum näher zu rücken. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte vor Kurzem eine bevorstehende erste Zinsanhebung im Juli signalisiert (AssCompact berichtete).
Laut Interhyp hätten die Märkte hätten die aktuellen Erwartungshaltungen größtenteils bereits eingepreist. Kurzfristig betrachten die meisten der von Interhyp im Bauzins-Trendbarometer befragten Experten das Aufwärtspotenzial am Zinsmarkt deshalb als ausgereizt und rechnen zunächst mit einer Seitwärtsbewegung. Im weiteren Jahresverlauf gehen die Experten aber mehrheitlich von einem weiteren Anstieg der Konditionen aus zwischen 3 und 3,5%. Laut Interhyp sind einige wenige der Befragten der Ansicht, diese Marke könnte auch überschritten werden auf bis zu 4%. Vereinzelt wird auch in Betracht gezogen, die Zinsen könnten mittel- bis langfristig wieder sinken. (tk)
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Source: ImmoCompact
