Die Menschen in Deutschland sorgen sich derzeit vor allem darum, dass sich der Russland-Ukraine-Krieg ausweitet. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey. Neben einer möglichen Ausweitung des Kriegsgeschehens, die nahezu drei Vierteln der Befragten Sorgen bereitet, nannten die Umfrageteilnehmer auch weitere mit dem Krieg verbundene Befürchtungen: Über die Hälfte der Befragten sorgt sich wegen gesellschaftlicher Folgen des Krieges für Europa und knapp die Hälfte wegen der wirtschaftlichen Folgen der Sanktionen. Nahezu ebenso viele bangen auch um die Zukunft der Ukraine und ihrer Menschen. Weniger vorrangig, aber dennoch präsent sind die Sorgen um den Klimawandel und die Corona-Pandemie. Diese Themen beschäftigen ein knappes Drittel bzw. ein Viertel der Befragten.
Rentenreform rückt in den Hintergrund
Bei möglichen Reformen wünschen sich knapp zwei Fünftel der Menschen in Deutschland, dass die Bundesregierung das Thema „Auswärtiges und Verteidigung“ priorisiert. Das ergibt jedenfalls eine ergänzende Umfrage von Civey im Auftrag des Lebensversicherers Canada Life. Ein Drittel der Befragten ist demnach der Meinung, dass die Bundesregierung bevorzugt den Klimaschutz bzw. die Energiewende angehen sollte. Ein Viertel priorisiert die Reform des Gesundheitswesens. Die Rentenreform landet mit gut einem Fünftel der Nennungen nur auf Platz fünf. „Akute Krisen beeinflussen die Prioritäten der Menschen. Das ist eine nachvollziehbare Reaktion“, kommentiert Markus Drews, Managing Director von Canada Life Europe, die Studienergebnisse. „Obwohl die Rentenreform im letzten Jahr vielfach diskutiert wurde, stehen durch die aktuellen Entwicklungen nun andere Themen im Vordergrund.“
Erholung der Börsenkurse erwartet
Die Umfrage zeigt auch, dass die Menschen in Deutschland optimistisch auf die Entwicklungen an der Börse blicken: Rund drei Viertel der Befragten gehen davon aus, dass sich die Börsenkurse wieder erholen und steigen werden. Knapp zwei Fünftel stimmen dieser Aussage sogar eindeutig zu. Besonders großes Vertrauen in die Börsenkurse zeigen die 18- bis 28-Jährigen. Von ihnen ist über die Hälfte davon überzeugt, dass sich die Börsenkurse wieder erholen werden. Damit liegen sie weit über dem bundesweiten Durchschnitt. „Die Vergangenheit hat uns gezeigt, dass Krisen für Schwankungen an der Börse sorgen. Gleichzeitig haben die Menschen in Deutschland erkannt, dass es nach einer Talfahrt auch wieder bergauf geht. Diese Erkenntnis ist besonders für den Aufbau einer ertragreichen Altersvorsorge wichtig, die mit ihrem langfristigen Anlagehorizont auch zwischenzeitliche Rückschläge ausgleicht“, so Markus Drews. (ad)
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