Cybergefahren sind im Jahr 2022 die größte Sorge für Unternehmen weltweit, das hat das kürzlich veröffentlichte Allianz Risk Barometer 2022 ergeben. In die jährliche Umfrage des Industrieversicherers Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) fließen die Meinungen von 2.650 Experten in 89 Ländern und Territorien ein, darunter CEOs, Risikomanager, Makler und Versicherungsexperten.

Die Bedrohung durch Ransomware-Angriffe, Datenschutzverletzungen oder IT-Ausfälle beunruhigt die Unternehmen demnach sogar noch mehr als Geschäfts- und Lieferkettenunterbrechungen, Naturkatastrophen oder die Covid-19-Pandemie, die alle Unternehmen im vergangenen Jahr stark beeinträchtigt hatte, jetzt aber scheinbar an Schrecken verloren hat.

In Deutschland bleibt Betriebsunterbrechung das große Thema

In Deutschland fällt das Ergebnis leicht anders aus. Hier steht auf Platz 1 der Sorgen die Betriebsunterbrechung. Darauf entfallen 55%. Mit 50% folgen Cybervorfälle und mit 30% Naturkatastrophen. Größter Aufsteiger ist laut Barometer neben den Naturgefahren der Klimawandel. Dieser landet auf Platz 4 mit 21%. Neu in den Top-Ten ist das Risiko eines Produktrufes oder Serienfehlers, das auf Platz 9 rangiert (12%). Die Sorge vor der Covid-19– oder einer anderen Pandemie treibt deutsche Unternehmen deutlich weniger um als noch 2021 (Platz 8 mit 13%).

Vielseitige Gründe für Betriebsunterbrechung

Wie eng die genannten Risiken verwoben sind, zeigt, dass Cybervorfälle die am meisten gefürchteten Ursachen für Betriebsunterbrechungen sind. Dies spiegele die Zunahme von Ransomware-Angriffen, aber auch die Auswirkungen der zunehmenden Abhängigkeit der Unternehmen von der Digitalisierung und Fernarbeit wider, so die Studienherausgeber. Naturkatastrophen und Pandemien sind nach Ansicht der Befragten die beiden anderen wichtigen Auslöser für BU. (bh)

Mehr zum „Allianz Risk Barometer 2022“ findet sich hier.

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Source: ImmoCompact