Im „Marktbericht Wohn- und Geschäftshäuser“ haben die Experten von Engel & Völkers Commercial Research die Wohnlagen, Preise und lokalen Kernindikatoren von Wohnungsmärkten in deutschen Städten unter die Lupe genommen. Wie die Analyse der 19 beleuchteten C-Städte zeigt, finden Investoren hier attraktive Möglichkeiten mit einem breiten Investmentspektrum. So würden kontinuierliche Zuzüge durch Studierende an anerkannten Universitäten und Fachhochschulen, ein geringer Wohnungsleerstand bei hoher Nachfrage und steigende Mieten in Mehrfamilienhäusern bieten Anlegern langfristige Sicherheit bieten – doch diese hat auch dort inzwischen ihren Preis.

Preisentwicklung zeigt sich dynamisch

Der durchschnittliche Angebotspreis für eine Anlageimmobilie betrug im zweiten Halbjahr 2021 in den untersuchten C-Städten 3.001 Euro pro m². Mainz weist mit einem Plus von 39,3% die höchste Preissteigerung auf, gefolgt von Kiel mit einem Plus von 33,9% und Osnabrück mit +32,7%. Das durchschnittliche Transaktionsvolumen pro Zinshaus wäre bei 3,6 Mio. Euro in Potsdam, 3,1 Mio. Euro in Freiburg sowie bei 2,6 Mio. Euro in Erfurt am höchsten gewesen.

Angebotsmieten legen um 4% zu

Dem Marktbericht zufolge lagen die durchschnittlichen Angebotsmieten im zweiten Halbjahr 2021 in Freiburg, Potsdam, Augsburg, Offenbach, Heidelberg, Mainz und Regensburg in der Spanne zwischen 10,99 Euro pro m2 in Potsdam und 12,93 Euro pro m² in Freiburg. Damit zeigt sich hier weiterein hohes Niveau. Erfurt, Mülheim, Mönchengladbach, Wuppertal und Magdeburg weisen dagegen im Schnitt noch Mieten unter 8,00 Euro pro m² auf. Laut der Experten von Engel und Völkers sei die Miete im Vorjahresvergleich in allen C-Städten im Mittel um 4% gestiegen. Die stärksten Zuwächse sind in Mönchengladbach mit 6%, in Kiel mit +5,7% und in Lübeck mit +5,4% zu beobachten.

Niedriger Leerstand

„Seit 2015 weisen 18 der 19 von uns analysierten C-Städte ein Bevölkerungswachstum auf“, erklärt Richard Jennewein, Head of Area Management bei Engel & Völkers Commercial. Vor allem Potsdam, Offenbach und Regensburg haben an Einwohnern zugelegt. Zudem würden zahlreiche C-Städte, die sich aufgrund ihrer anerkannten Universitäten über weiteren Zuzug aus ganz Deutschland freuen, bei Investoren punkten. Insbesondere die Studierenden würden nachhaltig die Wohnraumnachfrage, so Jennewein. Mit Magdeburg und Mönchengladbach hätten zuletzt nur zwei der 19 C-Städte einen Leerstand über dem Bundesdurchschnitt von 2,9% verzeichnet. Mit Freiburg, Potsdam, Augsburg, Offenbach, Heidelberg, Mainz und Regensburg blieben dagegen sieben Städte unter der Marke von 1%, was praktisch Vollvermietung bedeutet.

Faktoren in Bayern und Baden-Würrtemberg auf Niveau von A-Städten

Infolge der dynamischen Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt müssen laut Engel & Völkers Commercial auch in den C-Städten Investoren mit zuletzt deutlich gestiegenen Faktoren rechnen. Mit dem 25- bis 40-Fachen der Jahresnettokaltmiete würden die Faktoren in Bayern und Baden-Württemberg in guten und sehr guten Wohnlagen gar an das Niveau der A-Städte heranreichen. Dagegen würden sich in Magdeburg oder den C-Standorten im Rheinland die Investments teils schon nach der Hälfte der Zeit amortisieren. (tk)

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Source: ImmoCompact